Der Titel ist ein Zitat von Friedrich Wilhelm Nietzsche (deutscher Philosoph, * 1844, † 1900) und ich frage mich, ob er damals schon geahnt haben konnte, dass im 21. Jahrhundert Stille etwas sehr Seltenes geworden ist.

Schon morgens auf dem Weg zur Arbeit mit Bus & Bahn kann man die Musik des Nachbarn trotz Kopfhörer mithören und während die Person Gegenüber schon wichtige Telefonate führt spielen Andere mit dem Smartphone mit eingeschalteten Tastentönen. Die Autofahrer lassen sich freiwillig vom Radio beschallen.
Später im Großraumbüro verbringen wir die Zeit mit plappernden Kollegen, klingelnden Telefonen und vibrierende Handys und in den meisten Kantinen zeichnen sich durch eine miserable Raumakustik aus.
Zum Feierabend laufen wir mit iPod & Co. durch die Welt oder bleiben gleich auf dem Sofa und schalten den Fernseher an.

Stille?

Fehlanzeige! Selbst wenn wir nichts hören „schreit“ uns die Informationsflut entgegen.

 

Wie ist das bei Dir? Kannst du einen längeren Moment der Stille überhaupt aushalten?
Was passiert, wenn Du alle Geräte ausschaltest, Dich hinsetzt, die Augen schließt und einfach mal 30 Minuten still bist?

Schon 30 Minuten um? Dann darfst Du jetzt weiterlesen. 😉

 

Wenn das Außen still ist, kann ich mir deutlicher beim Denken zuhören und glaub mir: Ich denke irrsinnig schnell und viel! Manchmal fällt es mir schwer überhaupt alles zu verstehen, was ich da so denke und die Themenwechsel sind so vielfältig, dass ich abschalten würde, wenn es ein anderer Mensch wäre. Ich würde einfach gehen, weil ich keine Lust hätte diesem Menschen weiter bei seinem wirren Zeug zuzuhören, blöd nur, dass ich nicht von mir selbst weggehen kann…

Und auch das Abschalten ist nicht so einfach wie das Abschalten von PC, Smartphone, Radio, Fernseher & Co. Es gibt keinen eingebauten Schalter.

Die gute Nachricht ist, dass wir den Schalter nachrüsten können.

Die erste spannende Frage, die Du Dir nun stellen kannst, ist welche Form der Schalter haben darf. Ist es wichtig, wie der Schalter aussieht, damit Du ihn gleich gut erkennen kannst, oder bist Du ein Fan von Sprachsteuerung? Vielleicht ist ein Bewegungsmelder doch das Beste?
Gucken, hören oder spüren, was hat den grössten Effekt auf Dich?

Ich bin so ein Sprachsteuerungsfan, aber mein Schalter ist trotzdem eine Kombination. Genau genommen habe ich mehrere Schalter, aber ein Weg für mich zur inneren Ruhe zu kommen ist der Anfang einer Yogastunde:
Ich habe meine Sitzposition (spüren), schließe meine Augen (gucken) und schlage meine Klangschale an (hören).
Dieser Schalter hat sich für mich aus der Gewohnheit heraus ganz von selbst entwickelt, andere Schalter habe ich mir bewusst antrainiert.

Brauchst Du Hilfe für Deinen Schalter? Dann komm doch zum Workshop Mutter Erde meets Buddha (mit Marlene und Vera)
Da dreht sich alles um Wege zur inneren Ruhe!

Und wenn Du mal einen Schalter für andere Themen brauchst, komm zum PersonalYoga zu mir.

Du hast Deinen Schalter schon entdeckt? Erzähl mir davon, hier in den Kommentaren oder per Mail.

 

Ein Gedanke zu „Der Weg zu allem Großen geht durch die Stille

  1. Liebe Vera, ausser Frage! Die wirklich wichtigen Dinge geschehen in der Stille und wir haben uns so viel mehr zu sagen, als wir denken. Ausserdem sie gesund und gerade Frauen im Business, die der die der Mehrfachbelastung ausgesetzt sind, tut sie extrem gut und das in mehrfacher Hinsicht.
    Bei Lärm steigt unser Blutdruck , erhöht sich das Risiko für Herzinfarkte und er schwächt unser Immunsystem. Dauerbelastungen, stetige Anspannungen wie z.B. ungelöste Probleme führen uns sogar zielsicher ins Burnout.
    Sich ausschließlich auf eine Sache zu konzentrieren um das hier und jetzt zu spüren, aufmerksam für sich zu sein, wichtige Dinge zu durchdenken oder um zu dir ins Innere zu reisen um Probleme zu lösen, ist heutzutage zu einer echten Herausforderung geworden. Ein weiterer Grund das die Meditation zu erlernen ist unser Gehirn eine kleine Auszeit zu gönnen und die permanente Reizüberflutung zu unterbrechen. Denn wenn wir unserem Gehirn zu wenige Pausen gönnen, wird es wie eine Festplatte, die zu voll geworden ist, immer langsamer – bis gar nichts mehr geht. Gleichzeitig lässt Frau sich immer schneller ablenken. Ein Teufelskreis im Hamsterrad. Aus meiner Erfahrung ist es gar nicht sooo wichtig, wie lange du meditierst. Es müssen ja nicht gleich 30 Minuten sein. Ich selbst habe vor vielen Jahren mit 5 Minuten begonnen und mich dann langsam gesteigert. Wichtig ist meiner Meinung nach die Faustregel: Besser wenig Meditieren als gar nicht.
    Und ja, du hast Recht, wie alles, was wir neu in unser Leben integrieren wollen, braucht das Gehirn für neue Gewohnheiten eine Eingewöhnungszeit. Das Gehirn gewöhnt sich an alles was dir gut tut und deswegen ist es als Geübte so einfach auf Knopfdruck abschalten zu können. So ein On/Off-Schalter ist ein tolles Werkzeug um dem Stress zu entfliehen. Ich wünsche Dir/ Euch eine relaxte Zeit und Freude mit Eurem Workshop, der wird bestimmt grossartig. Die Anbindung an unsere Urkraft – der Natur – zu halten ist eine unserer grössten Ressourcen, wie ich meine. Wenn ich zu dieser Zeit nicht selbst in Griechenland ein Yogaretreat unter Seegel auf dem Meer vor Santorini anbieten würde, wäre ich dabei gewesen. Denn auch ich lasse mich gerne mal leiten 😉 Vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Danke für dein wertvolles Tun und deinen Artikel. Herzliche Grüsse Kirsten

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