Bild Freude Blume

Wie viele gute Gefühle hast Du so im Laufe Deines Tages?

Gezählt habe ich das bisher nicht, aber ich bilde mir ein, dass es (viele) Tage in meinem Leben gab mit keinem einzigen guten Gefühl. Glücklicherweise habe ich dann entdeckt, dass ich das selbst steuern kann und seit dem BÄM! jede Menge gute Gefühle. Zugegeben, es hat eine Weile gedauert in diesen Zustand zu kommen und Nein, das heißt jetzt nicht, dass ich zu 100% mit einem bewussten guten Gefühl durch die Gegend laufe und doch geht das.

Jahrelang bin ich schon zum Yoga gegangen und hatte kein bisschen gute Gefühle nach der Stunde. Es war Pflichtprogramm für mich, damit ich endlich mal entspannen lerne. Und während alle anderen um mich herum schon während der Asanas entspannten und nach der Endentspannung so glücklich wirkten wie auf Drogen, war mein innerer Dialog ganz anders eingestellt:
„Alle Anderen stehen so prima fest, wieso wackele ich denn immer so im Parivrtta Trikonasana? Streng Dich doch mal mehr an. Alle anderen können das Bein viel höher heben. Das muss doch jetzt mal möglich sein, Deine Stirn auf Knie zu bekommen…“
Das ganze gipfelte dann in der Entspannung darin:
„Boah, selbst entspannen kannst Du nicht, mach doch endlich mal die Schultern locker….“

Ich bin heute noch erstaunt, dass ich trotzdem – vom ersten Moment an – völlig überzeugt war dass Yoga genau das Richtige ist.

Meine Yogalehrerin hatte jedenfalls schon millionenfach „bleib ganz bei Dir“ gesagt, bis ich es nicht nur gehört, sondern auch angenommen habe. Von diesem Augenblick an, änderte ich meine Gedanken. Und während ich (auch heute noch) im Parivrtta Trikonasana wackele klingt das schon ganz anders in meinem Kopf:
„Yeah, heute wackele ich viel weniger als gestern. Ah, mein rechter Fuß steht gerade perfekt. Ich probier‘ mal aus, was passiert, wenn ich den linken Fuß etwas anders drehe…“

Und wenn sich für einen kurzen Moment ein negativer Gedanke hineinschleicht und damit schlechte Gefühle, dann entscheide ich mich dafür gute Gefühle zu bekommen und ändere meine Gedanken.
„Die Anderen“ ausblenden, das eigene Tun beobachten, den Fokus auf die positiven Dinge lenken, neugierig bleiben ist alles was es braucht.

Und das funktioniert natürlich auch perfekt im Alltag. Während ich früher stundenlang schlechte Laune haben konnte, treffe ich heute schnell die Entscheidung gut drauf zu sein. Glaub mir, das funktioniert!

Und wenn Du jetzt denkst: „die spinnt doch, schließlich habe ich Problem XY, das kann ich ja nicht einfach wegdenken“.
Ja, das objektive Problem ist noch da, aber Deine Einstellung dazu anders und damit hast Du mehr Energie für die Lösung.

Ich könnte den ganzen Tag sauer sein, weil der Postbote statt zu klingeln, nur schnell eine Karte eingeworfen hat (oder noch nicht mal) und ich könnte das mindestens 10 anderen Menschen erzählen und die Erinnerung an meine schlechte Laune weil ich deswegen extra zur Post muss so hochhalten.

Ich kann aber auch einfach mit dem Rad losfahren, das Paket abholen und mich auf dem Weg daran erfreuen, dass die Luft herrlich ist, eine Gruppe begeistert lachender Kinder am Spielplatz, und zwei Eichhörnchen ein kleines Rennen veranstalten. Und das erzähle ich dann mindestens 10 anderen Menschen! 🙂

Der Schmerz ist unausweichlich, das Leiden ist deine Wahl.

Buddha

Etwas Übung steckt darin und ich beginne diese Übung täglich beim Aufwachen und sage mir innerlich: „Heute wird ein toller Tag“ und die Stimme in meinem Kopf klingt nach Freude, Vergnügen und Inspiration.

Was sind Deine guten Gefühle? Freude, Dankbarkeit, Interesse, Stolz, Ehrfurcht….?
Und wie klingt Dein Satz für den besten Tagesanfang?

 

2 Gedanken zu „mehr gute Gefühle

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