Merci und Danke

Heute geht es um Schokolade! Oder nee, nicht wirklich, eher um Dankbarkeit, oder vielleicht um Werbung und Beeinflussung.

Die Merci-Melodie in der Werbung gibt es schon seit gefühlten Ewigkeiten, und ist in meiner Erinnerung besonders zur Weihnachtszeit oft zu hören. Diese Werbung rührt mich immer wieder. Wenn ich die Melodie höre, kann ich nicht schlecht gelaunt sein, auch nicht wütend, genervt, traurig oder ängstlich und auch nicht albern oder ausgelassen.

Ich bin sofort auf eine glückselige Art dankbar.

Ich finde es natürlich auch total klasse, dass sich da jemand bedankt, dass es mich gibt. 😉

Schon früh habe ich gemerkt, dass hören für meine Gefühlswelt sehr ausschlaggebend ist. Mit Musik kann ich Lebensfreude ausleben oder mich in eine Melancholie hineinsteigern. Eine sexy männliche Stimme erregt mich weitaus mehr, als das durchtrainierte Sixpack. Und den Tonfall meiner Eltern mit dem sie meine jugendlichen Verfehlungen kritisierten, hatte ich lange im Kopf (bis ich das bewusst verändert habe).

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, ich habe lieber positive Gefühle und daher mag ich es, wenn in meinem Kopf ganz viele Stimmen und Geräusche sind, die mit wunderbaren Momenten verknüpft sind. Ich genieße den Beginn einer Yogastunde, Klangschale und Mantra holen mich sofort in eine konzentrierte Stimmung, und wenn ich vor der Entspannung Shavasana sage, entspannt mich das wahrscheinlich mehr, als meine Yogis.

Es ist ganz klar, wir werden alle ständig beeinflusst und manipuliert. Apropos manipuliert – hast Du zu diesem Wort eine positive, neutrale oder negative Einstellung? Die Merci-Werbemelodie hat mich ganz klar manipuliert. Aber wenn ich zu Glückseligkeit manipuliert werde, finde ich das ganz besonders positiv. Und ich nutze das schamlos aus und manipuliere mich sehr oft selbst. Ich singe den Merci Song während ich fahrradfahre, ich beginne meinen Tag damit, mich mit positiven Worten einzustimmen. Wenn ich mehr Kraft benötige nehme ich die Berghaltung oder eine der Heldenstellungen ein und beginne ganz tief zu atmen. Für mehr Lebensfreude darf es der Sonnengruß sein. Und dann habe ich ein paar Lieblingssätze die ich mir selbst erzähle, wenn ich mal schlecht gelaunt bin (die funktionieren nur im richtigen Tonfall, denn es gibt eine Verbindung zwischen diesem Satz und einer Geschichte) und diese Sätze wechseln auch durchaus mal. Im Moment sind es zwei die ich nutze:

Ich habe eine Wassermelone getragen

Das hat zwar auch, aber nicht nur was mit Dirty Dancing zu tun, sondern eher damit dass ich nach unzähligen peinlichen Momenten in meinem Leben trotzdem noch lebe, noch Freunde habe und die Welt nicht untergegangen ist. Der Satz ist verbunden mit einer Erinnerung an eine zum damaligen Zeitpunkt sehr peinliche Geschichte, über die ich mich heute kringelig lachen kann.

Danke, für diesen Moment der Dankbarkeit

Dieser Satz ist verbunden mit den wunderbaren Erfahrungen die ich bei der Aufnahme der CD Achtsamzeit gemacht habe. „Dankbarkeit“ ist aktuell auch mein Favorit – bei einer Musik-CD wäre das meine erste Wahl für die Single.

 

Erzähl von Dir, was sind Deine Gut-Drauf-Songs, Kraft-Asanas oder Besser-Fühl-Sätze?

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